Claus Tröger


Gut gegen Nordwind | von Daniel Glattauer (Bearbeitung: Daniel Glattauer & Ulrike Zemme)


| LANDESTHEATER NIEDERBAYERN (DE) – Saison 2013/14
| Premiere: 15. September 2013

| Regie & Ausstattung: Claus Tröger
| Darsteller: Josepha Sophia Sem & Olaf Schürmann



Eigentlich wollte Emmi Rothner nur ein Zeitschriften-Abonnement kündigen. Doch durch einen Buch­sta­ben­ver­dreher kommt ihre E-Mail nicht beim Verlag an sondern bei Leo Leike. Dieser antwortet ihr, um das Missverständnis aufzuklären. Daraus entspinnt sich ein intensiver E-Mail-Kontakt, der beide nicht unberührt lässt.

Leo kommt die virtuelle E-Mail-Bekanntschaft nicht ungelegen, denn er ist alleinstehender Uni-Assistent für Sprachpsychologie und untersucht den Einfluss von E-Mails als Transportmittel von Emotionen. Doch schon bald lässt er dieses 'Projekt' fallen, da Emmi nach und nach sein Herz erobert. Und auch Emmi steigert sich in dieses virtuelle Liebesverhältnis hinein, das ihr Ablenkung von ihrem familiären Alltag verschafft.

Gerade die Unerreichbarkeit des jeweils Anderen steigert das leidenschaftliche Verlangen, sich real zu begegnen. Wird es dazu kommen? Und werden die virtuellen Gefühle der Wirklichkeit standhalten?


Der österreichische Schriftsteller Daniel Glattauer (*1960) arbeitete viele Jahre als Journalist bevor ihm 2006 mit „Gut gegen Nordwind“ sein bisher größter Erfolg gelang. Der Roman wurde im folgenden Jahr für den deutschen Buchpreis nominiert. Er ist einer der weltweit erfolgreichsten deutschsprachigen Romane und wurde bisher in 24 Sprachen übersetzt. 2009 veröffentlichte Glattauer unter dem Titel „Alle sieben Wellen“ eine Fortsetzung. Die Bühnenfassung von „Gut gegen Nordwind“ wurde bisher mit großem Erfolg an über 40 Theatern gespielt.

PRESSE

Landshuter Zeitung (Philipp Seidel, 17.09.2013)

« Herzen auf dem Stromweg – Claus Trögers Inszenierung von „Gut gegen Nordwind“ – Das Landestheater Niederbayern hat wohl einen ersten Spielzeit-Hit sicher: (...) Was nun aber Regisseur Claus Tröger (...) auf die Studiobühne des Landshuter Stadttheater gebracht hat, geht weit über den Roman hinaus (...) Sem und Schürmann spielen diesen Prozess der vorsichtigen Annäherung grandios.(...) Die Bühnenfassung macht den Roman mit überschaubarem Tiefgang wunderbar lebendig (...) Claus Tröger und seine beiden Schauspieler haben aus diesem Stoff erstaunlich viel herausgeholt (...) Sehr überraschend, sehr schön. „Gut gegen Nordwind“ dürfte der erste Publikums-Hit der noch jungen Spielzeit werden. »


Landshut aktuell (Michaela Schabel, 18.09.2013)

« Ein Buchstabe verändert das Leben – Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ im Stadttheater quirlig in Szene gesetzt: (...) Thematische Aktualität und sprachliche Schlagkraft garantieren amüsante Unterhaltung, zumal Olaf Schürmanns spröde Art und Josepha Sophia Sems quirliges Temperament perfekt für die Rollen passen. Wo Buchkritiker Oberflächlichkeit, zu wenig Tiefenschärfe der Personen monieren, entdecken die beiden Schauspieler unter der Regie von Claus Tröger zwischen Rollenklischees und eingefahrenen Reaktionen die Untiefen von Sehnsüchten und Fantasien. Räumliche Simultaneität, schnelle Lichtwechsel, Zeitraffungen per Tageslichtprojektor, eine hippelige Musik für die Szenenwechsel treiben das Tempo ganz im Stil der Boulevardkomödie an. (...) »


Landshuter Wochenblatt
(Christian Blümel, 18.09.2013)

« (...) Auf der Bühne des Stadttheater-Studios müssen Josepha Sophia Sem und Olaf Schürmann praktisch das Unmögliche möglich machen: miteinander nebeneinander herspielen. Miteinander kommunizieren, ohne miteinander zu reden. Ein Unterfangen, das auch deswegen gelingt, weil Regisseur Claus Tröger und Dramaturg Peter Oberdorf die Trennung konsequent durchziehen. (...) Wer nicht eigene Empfindungen, Gedanken, Worte in diesem Dialog findet, der hat nie geliebt, ja: nie gelebt. (...) Ich empfehle: hingehen und anschauen (...) »


Passauer Neue Presse (12.11.2013)

« (...) Regisseur und Ausstatter Claus Tröger gelingt es, den E-Mail-Verkehr als eine virtuelle Bühne so sehr zu beleben, dass die Inszenierung spannender und unterhaltsamer ist als der ohnehin schon witzige Roman. »






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