Claus Tröger


Die 39 Stufen | von Alfred Hitchcock (Bearbeitung: Patrick Barlow)


| SCHAUSPIELHAUS SALZBURG – Saison 2009/10 & 2010/11
| Koproduktion: STADTTHEATER BRUNECK (Südtirol/IT) & WALD4TLER HOFTHEATER (Pürbach/NÖ)
| Premiere – Pürbach: 25. Juni 2010
| Premiere – Salzburg: 09. Februar 2011
| Premiere – Bruneck: 01. April 2011
| Wiederaufnahme in Salzburg für 20 Vorstellungen (Saison 2011/12); Gastspiele in Österreich

| Regie: Claus Tröger, Ausstattung: Klaus Gasperi
| Darsteller: Ute Hamm, Olaf Salzer, Marcus Marotte, Antony Connor
| Kompositionen & Live-Musik: Gerhard Gruber



Ein Theaterbesuch ändert Richard Hannays Leben. Während der Vorstellung des Superhirns Mr. Memory, der auf jede Frage eine Antwort findet, fällt ein Schuss, Panik bricht aus und die mysteriöse Anna­bella Schmidt fällt buchstäblich in Richard Hannays Arme. Sie fühlt sich verfolgt und bittet ihn, sie mit zu sich nach Hause zu nehmen.

Hinter geschlossenen Rollos vertraut sie ihm an, eine Spionin zu sein. Ausländische Mächte hätten ge­hei­me Dokumente gestohlen, alles drehe sich um die mys­te­riö­sen 39 Stufen, einen Spionagering, der ge­hei­me Informationen außer Landes bringen will. Nur wenige Stunden später findet Richard Annabella tot in seiner Wohnung – und sich selbst auf der Flucht vor der Polizei, die ihn für Annabellas Mörder hält.

Er begibt sich auf eine abenteuerliche Reise in das schottische Hochmoor, um dort dem Geheimnis der 39 Stufen auf die Spur zu kommen und sein Land vor Unheil zu bewahren.


Die 39 Stufen ist ein Agententhriller in bester Hitch­cock-Manier, spannend und komisch zugleich. Vier Darsteller spielen fast 150 Rollen in einem hals­bre­cherischen Tempo. Das Stück wurde mit dem Olivier Award für die Best New Comedy 2006 ausgezeichnet.

PRESSE

APA (16.02.2011):

« Alfred Hitchcock im Schauspielhaus Salzburg: Regisseur Claus Tröger hat für die Koproduktion mit dem Wald4tler Hoftheater Pürbach und dem Stadttheater Bruneck tief in die Trickkiste gegriffen und sich Originelles einfallen lassen. Mit einer Flut von Gags aus der guten alten Stummfilmzeit verwandelt Tröger die hand­lungsreiche Vorlage in eine Art Kindertheater für Erwachsene. Da werden Kulissen geschoben wie in der Frühzeit der Bühnenkunst, da wechseln die Spieler die Hüte und damit die Rollen im Sekun­den­takt, da wird durch lose Fensterrahmen ge­flüch­tet, mit Plastik-Planen Sumpf imitiert und ein Tiefflieger-Angriff als Schattenspiel geflogen. Tröger und sein Team schaffen den Spagat zwischen billig und kreativ-witzig.

Hilfreich dabei ist Pianist Gerhard Gruber mit seinen gut gespielten Musikzitaten und den vielen gesampelten Klangkollagen. Die treiben das Ge­schehen klischeehaft aber wirkungsvoll voran und sorgen substanziell für Dramatik und Witz. Olaf Salzer, Ute Hamm und vor allem Marcus Marotte zeigen hervorragendes Komödien­hand­werk in zusammengerechnet über hundert verschiedenen Rollen. »


Bezirkszeitung Gmünd:

« „Die 39 Stufen“ – eine Hitchcock-„Verbühnung“ – Absolut sehenswert: Die Schauspieler, die das Hitchcock-Stück „Die 39 Stufen“ darstellen wollen, müssen mehrfach talentiert sein – und bei guter Kondition. Beides beweisen großartige Mimen im Wald4tler Hoftheater.

Einen Film auf die Bühne zu bringen, ist grundsätzlich schon ein Kunstück für sich. Regisseur Claus Tröger meistert diese Herausforderung in „Die 39 Stufen“ nicht nur brillant, sondern auch noch mit unwahrscheinlichem Einfallsreichtum. So steigt der Hauptdarsteller Richard (eindrucksvoll: Antony Connor) bei seiner Flucht durch einen stilisierten Fensterrahmen, springt von der Brücke – einer über zwei Leitern gelegten Eisenstange – und durchquert ein Haus mit unzähligen Zimmern mittels Tür & Rahmen auf Rädern.

Geniale Soundeffekte erzeugt Gerhard Gruber punktgenau am Synthisizer und verpasst dem rasanten Stück am Keyboard mit Live-Begleitung zusätzlichen Pepp. Ebenfalls großartig wechselt Marcus Marotte seine zahlreichen Rollen im Stück und begeistert als Putzfrau, Dame des Hauses und Agent gleichermaßen. Ebenso genialer Agenten-Partner Marottes und ebenfalls in mehreren Rollen überzeugend zu Hause ist Olaf Salzer und last but not least die einzige Dame des Stückes, nicht minder wandlungsfähig: Ute Hamm.

Summa summarum eine grandiose schauspielerische Leistung, die vom Publikum mit Dauerapp­laus, der die Darsteller fünf Mal zurück auf die Bühne holte, belohnt wurde. »






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